Rätsel um die Entstehung des Lebens gelöst?

Wissenschaftler von der University of Washington in Seattle glauben eines der wichtigsten Probleme bei dem Rätsel um die Entstehung des Lebens gelöst zu haben. Schon die ersten Vorläufer der Zellen müssen, da sind sich die Forscher weitgehend einig, zwei wichtige Eigenschaften gehabt haben, nämlich zum einen etwas, das sie von ihrer Umgebung abtrennt, heute wären das die Zellwände, damals wahrscheinlich einfache Hüllen, die aus Molekülen von Fettsäuren oder ähnlichem bestanden, welche sich im Wasser zusammenschlossen, sowie aus einem Informationsträger wie der RNA.

Dabei gibt es aber ein Problem, für das man bisher keine Lösung hatte, bzw konnte man sich nicht erklären, wie diese beiden sich zu den ersten Vorläufern der Zellen zusammenschließen konnten, denn während die Hüllen aus den Fettsäuren durch Salze, von denen es in den frühen Meeren sicher genug gab, eigentlich zerstört werden sollten, braucht die RNA hingegen genau diese Salze, im speziellen besondere Magnesiumionen, um überhaupt funktionieren zu können.

Die Forschergruppe um Caitlin E. Cornell fand nun aber heraus, dass bestimmte Aminosäuren, die sehr wahrscheinlich auch auf der frühen Erde vorkamen, dafür gesorgt haben könnten, dass die Hüllen sich stabilisierten und von den Salzen nicht mehr zerstört wurden, im Gegenteil soll das Zusammenspiel von Aminosäuren, Fettsäuren und Salzen sogar in stärkeren, mehrschichtigen Hüllen resultiert haben.

Wie und warum dies genau so passiert konnten die Wissenschaftler zwar auch noch nicht beantworten, jedoch könnte das bedeuten, dass für die Entstehung von Leben nicht unbedingt viele, unwahrscheinliche Zufälle nötig sind, sondern dafür quasi nur die richtigen Umstände (Temperatur, Strahlung etc) sowie die richtigen „Zutaten“ (vorhandene Elemente) nötig sind und für den Rest sorgen chemische und physikalische Vorgänge ganz von alleine.

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Somit könnte die Entstehung von Leben auf der Erde möglicherweise nicht nur kein Einzelfall, sondern nicht einmal etwas besonderes gewesen sein, vielmehr könnte es bedeuten, dass dies fast zwangsweise passieren muss, wenn die passenden Umstände aufeinander treffen. Das heißt natürlich nicht, dass es auch überall intelligentes Leben geben muss, auf der Erde hat schließlich auch nur eine von vielen millionen Spezies Intelligenz (mehr oder weniger) entwickelt, und auch das ggf nur durch das Zusammenspiel vieler Zufälle (wie z.B. die Supernovae, die mit dafür gesorgt haben könnten, dass wir aufrecht gehen, was, da sind sich die Wissenschaftler weitestgehend einig, einen wichtigen Faktor bei der Entwicklung der Intelligenz darstellte).

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