Google erreicht Quantenüberlegenheit?

Erst kürzlich machten Gerüchte die Runde, dass Google angeblich ganz kurz davor sei Quantenüberlegenheit zu erreichen, diese haben sich anscheinend nun als wahr erwiesen, zumindest bestätigten Google-Wissenschaftler diesen wichtigen Schritt in der Entwicklung von Quantencomputern gemacht zu haben.

Was heißt Quantenüberlegenheit?

Als Quantenüberlegenheit bezeichnet man es, wenn ein Quantencomputer es schafft, ein Problem zu lösen, das ein herkömmlicher Computer nicht, bzw nicht innerhalb eines akzeptablen Zeitraumes, lösen kann. Genau das ist Google offenbar nun mit ihrem 53 Qubit (ein „Qubit“ ist vergleichbar mit dem Bit eines gängigen Computers, nur eben auf Quantenebene) Quantencomputer gelungen.

Auch wenn dies als ein Meilenstein zur Entwicklung echter Quantencomputer gilt, darf man aber nicht erwarten, dass nun schon in wenigen Jahren die „klassischen“ Computer der Vergangenheit angehören, das besagte Problem, welches durch den Google-Quantencomputer mit dem Namen Sycamore gelöst wurde, war nämlich speziell auf die Anforderungen an einen solchen ausgelegt, und gleichzeitig besonders schwierig für normale Computer, auch wenn das Ergebnis durchaus beeindruckend war, Sycamore konnte nämlich innerhalb von nur 200 Sekunden Berechnungen durchführen, für die ein „normaler“, aktueller Supercomputer zehntausende von Jahren benötigen würde (wobei Forscher von IBM schon nach den ersten Gerüchten behaupteten, dass dies mit einer angepassten Methode auch in ca 2,5 Tagen möglich wäre). So oder so ist es den Google Wissenschaftlern damit aber gelungen, der Entwicklung echter Quantencomputer einen wichtigen Schritt näher zu kommen.

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Den „Quantencomputer für zu Hause“ wird es aber wohl sowieso niemals geben, muss der Prozessor des hier benutzten Google-Rechners doch durchgehend auf eine Temperatur nahe des absoluten Nullpunktes (-273,15°C) heruntergekühlt werden um funktionieren zu können. Viel wahrscheinlicher ist es da, dass es in Zukunft Systeme geben wird, die ähnlich wie z.B. Google’s neuer Remote-Gaming Dienst „Skada“ funktionieren, d.h., man wird sich von zu Hause nur noch einen Zugang mieten und die eigentliche Rechenarbeit findet auf einem Quantencomputer in einem entfernten Rechenzentrum statt, man selbst bräuchte dann also im Grunde gar keinen eigenen Prozessor mehr (oder nur einen eher schwachen für die „Grundaufgaben“ wie das Decoden von Videos und ähnliches) und auf diese Weise könnten selbst Smartphones, eine schnelle Internetverbindung vorausgesetzt, Aufgaben erledigen, für die man Heute noch Supercomputer benötigt, die ganze Fabrikhallen füllen.

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