Der Mandela-Effekt: Beweis für Parallelwelten?

Was ist der Mandela-Effekt?

Nelson Mandela - Bild: PixabayBei dem als Mandela-Effekt bezeichneten Phänomen handelt es sich, grob gesagt, um die Tatsache, dass sich teilweise viele Menschen an bestimmte Ereignisse anders erinnern, als alle anderen, in der Wissenschaft bezeichnet man diesen Effekt auch als „Konfabulation“. Die Bezeichnung „Mandela Effekt“ rührt dabei daher, dass bei Nelson Mandela’s Tod im Jahr 2013 (er verstarb an einer Lungenentzündung) dies viele Menschen für eine Falschmeldung hielten, da sie absolut überzeugt waren, dass Mandela bereits in den 80er Jahren im Gefängnis gestorben sei.

Weitere Beispiele für den Mandela Effekt:

Sex and the City:
Bei der erfolgreichen, erstmals im Jahr 1998 ausgestrahlten, TV-Serie Sex and the City sind viele überzeugt die Serie heiße eigentlich Sex in the City, als „Beweis“ wird dafür oft ein Bild eines Parfums gezeigt, welches tatsächlich Sex in the City heißt und nach der Serie benannt sein soll, das aber tatsächlich nichts mit der Serie zu tun hat. Sieht man sich z.B. die Google Bildersuche zu dem Suchbegriff „Sex in the City“ einmal näher an, wird man schnell feststellen, dass es keine DVD-Cover, Poster oder ähnliches gibt, auf denen wirklich in statt and zu lesen ist.

Star Wars:
Ein weiteres, sehr verbreitetes Beispiel für den Mandela Effekt ist der berühmte Satz „Luke, ich bin dein Vater“, von dem sich viele Menschen sicher sind, dass dies ein Zitat aus Star Wars sei, tatsächlich hat Darth Vader das in den Filmen allerdings nie so gesagt, dort heißt es lediglich „Nein, ich bin dein Vater.“ – was nichts daran ändert, dass der Ausspruch immer noch als „berühmtes Star Wars Zitat“ gilt. Ähnliches gilt übrigens auch für den Droiden C3PO, der ab Episode IV ein silbernes Bein hatte, an das sich aber kaum jemand erinnert, fast jeder ist überzeugt, er sei komplett golden gewesen.

Monopoly:
Der „Monopoly-Mann“ ist vielen als eine Figur mit einem Monokel in Erinnerung, manchmal ist in diesem Zusammenhang sogar von dem „Monokel-Mann“ oder ähnlichem die Rede, in Wirklichkeit trug die Figur aus dem beliebten Gesellschaftsspiel jedoch nie ein Monokel.

Pikachu:
Bei der Pokemon-Figur Pikachu ist eine verbreitete Vorstellung, dass diese eine schwarze Schwanzspitze habe, was ebenfalls nie der Fall war.

Volkswagen:
Fragt man die Menschen wie das VW-Logo aussieht, speziell ob dies einen Strich zwischen dem V und dem W hat, so sind die meisten überzeugt, dass dieser Strich nicht existiert, tatsächlich war er aber schon immer da.

Febreze:
Dieses bekannte Raumspray ist vielen mit 2 „e“ in Erinnerung, also als Febreeze, jedoch schreibt sich der Name dieses Produktes schon immer Febreze.

Looney Tunes:
Die Trickfiguren rund um Bugs Bunny und co heißen genau so „Looney Tunes“, auch wenn es vielen nur als „Looney Toones“ in Erinnerung geblieben ist.

Queen:
Bei dem Queen-Hit „We are the Champions“ sind viele überzeugt, dass die letzte Zeile des Songs mit den Worten „…of the World“ endet, tatsächlich ist dort aber nach „…cause we are the champions“ Schluß.

US-Bundesstaaten:
Viele glauben sich sicher zu sein, dass sie in der Schule gelernt hätten, die USA bestünden aus 51 oder 52 Bundesstaaten, jedoch sind es nur 50.

Was hat das nun mit Parallelwelten zu tun?

Während die Wissenschaft sich dieses Phänomen psychologisch erklärt (Konfabulation) gibt es auch noch eine weitere Theorie, welche für viele eben den Beweis für die Existenz von parallelen Welten darstellt. Demnach sollen diese unterschiedlichen Erinnerungen nämlich daher kommen, dass mehrere parallele Universen existieren, welche sich leicht voneinander unterscheiden, und das diese Menschen sich an die Ereignisse aus einem anderen Universum erinnern, da diese sich gelegentlich überschneiden und dabei einige Menschen in dem jeweils anderen Universum „hängen bleiben“, während ihre Erinnerungen an ihr ursprüngliches Universum aber erhalten bleiben und deshalb nicht zu den dortigen Ereignissen passen.

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